EIN PRAKTISCHES VORGEHEN

Ein GO- oder NO-GO-Meeting für den Launch führen

Eine Launch-Entscheidung sollte Belege und Verantwortung festhalten, solange sich der Kurs noch ändern lässt.

3 Min. Lesezeit

Wann das wichtig ist

Viele grüne Häkchen können einen ungeprüften Rollback oder einen ungelösten Zahlungsfehler verdecken. Im Entscheidungstermin vergleicht das Team Freigabekriterien mit Nachweisen und akzeptiert das Risiko bewusst oder verschiebt den Start.

Ein praktisches Vorgehen

  • Bestimme, wer GO oder NO-GO entscheidet und wer Produkt, Betrieb und Support vertritt.
  • Prüfe kritische Nachweise: Smoke-Tests, Monitoring, Zugänge, Backups, Support-Besetzung und bekannte Störungen. Verlinke Ergebnisse.
  • Dokumentiere zu jedem offenen Problem Auswirkung, Umgehung, verantwortliche Person und letzten Entscheidungstermin. Unterscheide Einschränkung und Blocker.
  • Bestätige Deployment-Fenster, Rollback-Auslöser, zuständige Person und Kommunikationskanal. Halte den Beschluss zentral fest.

Beispiel

Um 14 Uhr bestehen Checkout-Tests, aber niemand hat den Rollback einer Datenbankmigration bestätigt. Die Release-Verantwortliche verschiebt GO, bis der Migrations-Owner die Wiederherstellung auf Staging nachweist. Um 16 Uhr entscheidet das Team anhand des Ergebnisses erneut. „Das geht wahrscheinlich“ ist kein Nachweis.

Die nächste Entscheidung treffen

Ein bedingtes GO funktioniert nur mit klarer Bedingung, Verantwortung und Frist. Prüfe nach dem Start wichtige Abläufe und vereinbarte Signale, bevor du Erfolg meldest. Tritt ein Auslöser ein, folge der dokumentierten Rollback-Entscheidung. Die Checkliste ordnet das Gespräch, ersetzt aber keine verantwortliche Entscheidung.

Zum passenden Tool.

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